KonText

Kontinuierliche kraftflussgerechte Textiltechnologien für Leichtbaustrukturen in Großserie

Motivation und Fragestellung

Der Einsatz klassischer FVK-Materialien mit duroplastischer Matrix in der automobilen Großserie wird trotz ihres großen Leichtbaupotenzials durch die kosten- und zeitaufwendige Fertigung behindert. Dies ist im Wesentlichen auf die energieintensive Herstellung, die hohen Verschnittkosten und die verhältnismäßig aufwendige Prozesstechnologie (schlechte Automatisierbarkeit) zurückzuführen. Ein Lösungsansatz zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit ist die Nutzung klassischer großserientechnischer Fertigungsverfahren (z. B. Umformen) für den Einsatz thermoplastischer Matrixsysteme sowie die angepasste, kraftflussgerechte Fertigung der Preforms. Neben der Entwicklung der Anlagentechnik zur effizienten Fertigung der kraftflussgerechten Textilien inklusive deren Qualitätssicherung ergeben sich aus der Verwendung thermoplastischer Matrices verschiedene Herausforderungen, wie etwa die Kompatibilität von Kohlenstofffaser und Matrix oder die effektive Imprägnierung und Umformung der Textilien.

Projektziele und -inhalte

Das Verbundprojekt „Kontinuierliche kraftflussgerechte Textiltechnologien für Leichtbau-strukturen in Großserie (KonText)“ hat zum Ziel, eine Produktionstechnologie bereitzustellen, mit der es möglich ist, lastpfadgerechte, thermoplastische Faserverbundbauteile kosteneffizient mit hoher Qualität herzustellen. Als Kennwerte ist angestrebt, ein Bauteil in Faserverbundbauweise zu fertigen, das 25% leichter ist, als das aktuelle Referenzbauteil und um 30% günstiger, als in klassischer CFK-Fertigung.