Automobilproduktion: Gewicht und Kosten sparen durch Funktionsintegration

Projekt „TechnoHyb“: Tools und Prozesse für funktionsintegrierte hybride Bauteile in der Fahrzeuggroßserie



Funktionsintegration ermöglicht im Automobilbau die Reduzierung von Gewicht, notwendigem Bauraum und Kosten durch entfallende Komponenten. Zudem kann der Montageaufwand – durch den Wegfall von Teilen oder die Verlagerung des Fügeprozesses in den Herstellungsprozess – reduziert werden. Die Integration etwa von elektrischen Leitungen ermöglicht aber zum Teil auch erst die integrale Zusammenfassung von Teilen, da Zugänglichkeiten für Montageschritte nicht mehr notwendig sind. Im Verbundprojekt „TechnoHyb“ des LeichtbauCampus Open Hybrid LabFactory forscht das Institut für Konstruktionstechnik der Technischen Universität Braunschweig im Forschungsschwerpunkt Mobilität an Prozess- und Werkzeugtechnologien für funktionsintegrierte hybride Bauweisen. Ziel ist die Entwicklung der Technologie, sodass sie sich für den Einsatz in der Fahrzeuggroßserienproduktion einsetzen lässt.

Das übergeordnete Ziel von „TechnoHyb“ ist die Entwicklung wirtschaftlicher funktionsintegrierter Karosseriesysteme in Hybridbauweise. In diesem Zuge sollen Werkzeug- und Prozesstechnologien entstehen, die eine Umsetzung in der Großserienfertigung sicherstellen. Hierfür werden Ansätze zur Funktionsintegration mit Blick auf ihre Fertigbarkeit und ihre Auswirkungen auf das Werkzeug analysiert und ausgewählt. Die Umsetzbarkeit wird stufenweise von einer Probekörper- über eine Funktionsmuster- (Ausschnitte des finalen Bauteils) bis hin zur Demonstrator-Ebene (gesamtes Bauteil) untersucht. Konkret geht es im Projekt um die Produktion von Fahrzeugheckklappen. Die so gewonnenen Erkenntnisse sind jedoch auch auf andere Anwendungsfälle übertragbar.

Projektdaten:
Das Projekt TechnoHyb läuft bis zum 31.12.2024. Das Gesamtprojektvolumen liegt bei rund 6,2 Millionen Euro, wobei die Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) 3,3 Millionen Euro beträgt. Die TU Braunschweig erhält davon 856.000 Euro. Partner sind neben der TU Braunschweig die C-CON GmbH, das Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik der Fraunhofer Gesellschaft, die INVENT GmbH, die Porsche AG und Volkswagen AG.

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